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„Zukunft.Bildung.Steiermark“ für jugendliche Flüchtlinge

Landesregierung beschließt Fortführung des Projektes mit zusätzlichen Mitteln für
Bildungsangebote

Seit dem Schuljahr 2016/17 stellt das Ressort Gesellschaft mit dem Projekt „Zukunft.Bildung.Steiermark“ Bildungsangebote für nicht mehr schulpflichtige Flüchtlinge im Alter zwischen 15 bis 18 Jahren zur Verfügung. Ziel des Projektes ist es, mit entsprechenden Bildungsangeboten beziehungsweise dem Erwerb einer Grundbildung, (Alphabetisierung, Basisbildung) Anschlussmöglichkeiten für einen weiteren Bildungsweg zu schaffen (Einstieg in mittlere/höhere Schule, Lehrausbildung, Überführung in AMS-Maßnahme). Die Kurse schaffen durch Abschluss mit einem entsprechenden Zertifikat, die Voraussetzungen für einen weiteren Bildungsweg. Den Kursen geht eine Kompetenzerhebung durch die ISOP GmbH voraus. Die Umsetzung wird ebenfalls durch die ISOP GmbH koordiniert.

Bildungslandesrätin Juliane Bogner-Strauß: „Unabhängig von den aktuellen Ereignissen verzeichnen wir einen Anstieg der Flüchtlingszahlen. Damit stehen wir weiterhin vor der Herausforderung, nicht mehr schulpflichtigen Flüchtlingsjugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren, unabhängig vom Status, ein bedarfsgerechtes, auf den bisherigen Kompetenzen aufbauendes, Bildungsangebot zur Verfügung zu stellen. Wir ermöglichen so den Anschluss an eine weiterführende Ausbildung im schulischen oder beruflichen Kontext. Mit weiteren 400.000 Euro für das Sommersemester 2022 für ‚Zukunft.Bildung.Steiermark‘ gelingt es, junge Menschen ohne formal anerkannten Bildungsabschluss mit bereits gut etablierten, bedarfsgerechten Angeboten beziehungsweise Bildungsmaßnahmen in Sachen Alphabetisierung und Basisbildung auch im Sommersemester 2022 zu unterstützen.“

Soziallandesrätin Doris Kampus: „Sprache, Bildung und Arbeit sind die drei wichtigsten Faktoren, wenn Integration gelingen soll. Darauf setzt auch das Konzept von ,Zukunft.Bildung.Steiermark‘. Wenn wir wollen, dass insbesondere Flüchtlinge im Jugendalter in unserer Gesellschaft Fuß fassen, dann sind Spracherwerb und Basisbildung dafür die Grundlage. Darauf aufbauend geht es dann in einem weiteren Schritt um Berufsausbildung und den Zugang zum Arbeitsmarkt. Gerade der Krieg in der Ukraine und der Zustrom an Flüchtlingen zeigen, wie wichtig solche Maßnahmen, die die Inte-gration fördern, auch in unmittelbarer Zukunft sein werden.“

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