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Zähne können das Risiko für Herzerkrankungen verdreifachen

Gesunde Zähne und Zahnfleisch werden im Allgemeinen als ästhetisches Problem angesehen. Pflegeroutinen wie regelmäßig Zähneputzen und Benutzung von Zahnseide schützen vor Herzerkrankungen, bakteriellen Lungenentzündungen und sogar vor Schlaganfällen. Es sollte nicht vergessen werden, dass es einen direkten Zusammenhang der Mundgesundheit mit der Gesundheit des gesamten Körpers besteht.

Dr. Eda ÖZDERE
Spezialistin für Mund- und Zahngesundheit

Es ist wichtig, einfache, aber effektive Gewohnheiten wie zweimal täglich Zähneputzen, Nutzung von Zahnseide, regelmäßige Arztuntersuchungen sowie eine gesunde Ernährung ein Leben lang beizubehalten.


Im Mund befinden sich meist harmlose Bakterien
Einige Bakterien, die durch den Mund in den Körper gelangen, welche auch die Eintrittsstelle in das Verdauungs- und Atmungssystem darstellen, können Krankheiten verursachen. Bei Personen, die auf ihre Mundhygiene nicht achten, können diese Bakterien zu oralen Infektionen wie Karies und Zahnfleischerkrankungen führen. Darüber hinaus kann die Tatsache, dass einige Medikamente den Speichelfluss stören, die Mundhygiene negativ beeinflussen. Denn Speichel reinigt die Nahrung, die in den Mund gelangt, und neutralisiert die dort von den Bakterien produzierten Säuren. Somit wird der Schutz vor Keimen gewährleistet.

Das Risiko für Herzerkrankungen wird verdreifacht
Bakterien im Mund und Zahnfleischentzündungen können auch zu einigen chronischen Krankheiten führen. Endokarditis, eine Infektion am Herz, tritt normalerweise auf, wenn Bakterien oder andere Mikroben, die durch den Mund in den Körper gelangen, bestimmte Bereiche des Herzens über den Blutkreislauf erreichen. Studien belegen, dass bei Menschen mit Parodontitis (Entzündung, die die Zähne und das Zahnfleisch befällt) Herzerkrankungen dreimal häufiger vorkommen.

Es kann zu Früh- und Fehlgeburten kommen
Eine ungesunde Mundstruktur kann zu lebenswichtigen Problemen wie Schlaganfall, bakterieller Lungenentzündung sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Auch die Schwangerschaft ist von diesem Faktor betroffen. Laut einer fünfjährigen Studie der University of North Carolina in den USA erhöht sich das Risiko für Früh- und Fehlgeburten bei schwangeren Frauen mit Parodontitis um das Siebenfache. Parodontitis (Zahnfleischrückgang) tritt bei Diabetikern häufiger auf und verläuft bei diesen Patienten auch schwerer. Studien zeigen auch, dass Menschen mit Zahnfleischerkrankungen Schwierigkeiten haben, ihren Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Kurz gesagt, regelmäßige Mund- und Zahnpflege kann auch die Diabeteskontrolle erleichtern. Mit anderen Worten, während unkontrollierter Diabetes zu Zahnfleischerkrankungen führt, erschweren diese Krankheiten, die bei Personen mit Diabetes nicht behandelt werden können, die Kontrolle des Diabetes.

5 Grundroutinen für die Mundgesundheit

  • Putzen Sie regelmäßig zweimal täglich Ihre Zähne.
  • Verwenden Sie täglich Zahnseide, um zu verhindern, dass die Nahrung, die sich zwischen den Zähnen absetzt, Mundgeruch, Reizungen und Erkrankungen des Zahnfleisches verursacht.
  • Besuchen Sie regelmäßig Ihren Zahnarzt, um Krankheiten vorzubeugen oder diese frühzeitig zu erkennen.
  • Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung.
  • Verzichten Sie auf das Rauchen.

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