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Die Ablehnung der Impfung erhöht das Risiko!

Der Coronavirus-Prozess hat erneut die Bedeutung der Impfung gezeigt. Eine Entscheidung gegen die Impfung ist eine der größten Bedrohungen für die Verzögerung der Herdenimmunität und somit der Entstehung von Krankheiten und Pandemien, die mit Impfstoffen verhindert werden können. Deshalb ist diese Kontraeinstellung gegenüber der Impfung und die Ablehnung des Impfstoffs ein Thema, das ernsthaft angegangen werden muss, bevor es zu negativen Konsequenzen kommt.

Spezialist für pädiatrische Infektionskrankheiten
Dr. Serkan ATICI

Eines der wichtigsten Gesundheitsprobleme der pädiatrischen Altersgruppe sind ansteckende Infektionskrankheiten. Impfstoffe sind eines der wichtigsten Elemente der Gesundheitsvorsorge der pädiatrischen Altersgruppe, die nicht nur zum Schutz der Kinder, sondern auch zur Gesundheit der Gesellschaft beitragen. Durch Impfungen können auch fragile Gruppen innerhalb der Gesellschaft bis zu einem bestimmten Grad geschützt werden. Die Anzahl der Behandlungsbereiche, bei welchen der Abwehrmechanismus beeinträchtigt ist, so etwa bei schwangeren Frauen, neugeborenen Babys, Patienten mit mangelhaftem Abwehrsystem, Patienten, die Organtransplantationen erfahren haben, Krebs- und Chemotherapie-Patienten, nimmt in unserem Land Tag für Tag zu. Wenn wir diese fragilen Gruppen und Personen in Betracht ziehen, so können wir sagen, dass die Impfung eine Sache von gesellschaftlicher Bedeutung ist.

Die Kontraeinstellung gegenüber der Impfung muss dringend angegangen werden!

Die Kontraeinstellung gegenüber der Impfung, von der zuerst in England die Rede war, wurde durch die Aussage des Religionswissenschaftlers E. Massey ausgelöst, wonach das Virus als Schöpfung Gottes an die Menschen gesandt wurde und deshalb der Versuch, Krankheiten vorzubeugen, ein Aufstand gegenüber Gott sei und der Mensch auch somit dem Teufel gehorchen würde. E. Massey fand mit Behauptung viele Anhänger. Heute provozieren auch Einzelpersonen und Gruppen die Gesellschaft weiterhin über das Internet und einigen Medienorganen gegen Impfstoffe. Der Coronavirus-Prozess hat erneut gezeigt, wie wichtig die Impfung ist. Die Kontraeinstellung gegenüber der Impfung ist eine der größten Bedrohungen während der Verbreitung von Pandemien. Das Problem dieser zunehmenden Einstellung und somit der Ablehnung von Impfstoffen ist ein Problem, das gesellschaftlich ernsthaft angegangen und mit konkreten Schritten gelöst werden muss, bevor es zu negativen Konsequenzen kommt. Leider konnte sich in unserem Land bisher nicht genug Sensibilität bezüglich dieses Themas etablieren. Wir verfügen diesbezüglich auch noch nicht über genug umfangreiche Studien oder Daten.

Argumente der Impfgegner wurden entlarvt

Die Behauptung, dass sich Pharma- und Impfstoffunternehmen sich um ihre eigenen Verdienste und nicht um die Gesundheit der Gesellschaft interessieren, ist keine ausreichende Legitimation, um sich gegen die Impfung, also eines der wirksamsten Mittel im Gesundheitsbereich, zu entscheiden. Andere Thesen, die von Familien mit einer Kontraeinstellung gegenüber der Impfung aufgestellt werden, sind zum Beispiel, dass der Impfstoff Krankheiten wie den Autismus verursache, dass das Abwehrsystem negativ beeinflusst werde, dass die Informationen über die Häufigkeit der Nebenwirkungen absichtlich verborgen werden aber auch die Annahme, dass der Impfstoff Alkohol oder Schweineprodukte enthalte, was gegen den Glauben mancher Gruppen spricht. Fast alle Thesen der Impfgegner, unabhängig von ihrer Begründung, wurden durch Studien, die mit Tausenden von Fällen durchgeführt wurden, entlarvt. Ein wichtiger Bestandteil dieser Studien, die nun eine Fallserie von 14 Millionen umfasst, sind die sehr ausschlaggebenden Cochrane-Analysen.

Impfdienste sind ein Teil der öffentlichen Verantwortung

Es kann über den Impfstoff nicht behauptet werden, dass dieser keine Risiken und Nebenwirkungen trüge. Mögliche Nebenwirkungen des Impfstoffes werden in unserem Land jedoch so wie auch auf der ganzen Welt sorgfältig beobachtet, es werden Protokolle geführt und es wird genau verfolgt, ob auftretende Auffälligkeiten tatsächlich mit dem Impfstoff zusammenhängen oder zufällige Entwicklungen sind. Impfdienste sind ein Teil der öffentlichen Verantwortung. Deshalb ist es unbedingt notwendig, die Gesellschaft im Lichte wissenschaftlicher Quellen über Krankheiten aufzuklären, die durch die Impfung verhindert werden können, Aufklärungsinstrumente zu entwickeln, um Anti-Impfstoff-Thesen zu widerlegen und gesetzliche Grundlagen zu erstellen, die dafür sorgen, dass besonders gefährdete Personen durch Immunisierung geschützt werden können. Alle verantwortlichen Personen in verschiedenen Bereichen, einschließlich der öffentlichen Einrichtungen und Bereichen der schriftlichen oder visuellen Medien, die eine grundlegende Rolle bei der Sensibilisierung der Gesellschaft spielen, sollten diesbezüglich wissenschaftliche Verhaltensweisen aufweisen. Es ist außerdem eine sehr wichtige und erforderliche Verantwortung für die Gesundheit der ganzen Gesellschaft, insbesondere die der Kinder, die Verbreitung unvollständiger oder falscher Informationen zu verhindern, wenn diese nicht der Wahrheit entsprechen, nicht mit wissenschaftlichen Studien belegt werden können oder diesen sogar widersprechen.

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