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Fehlinformationen über die Persönlichkeitsentwicklung

Für alle, die sich selbst besser kennenlernen möchten, das Leben aus einer neuen, anderen Perspektive betrachten möchten und ihr Bewusstseinsniveau steigern möchten, ist der Bereich der Persönlichkeitsentwicklung ein effizienter Bereich. Die Bücher, die wir lesen, die Filme, die wir anschauen und die Fortbildungen, die wir besuchen sind zwar alle positiven Schritte für diese Entwicklung, sie beinhalten jedoch auch manchmal Fehlinformationen. Diese Fehlinformationen oder auch Missverständnisse führen zu Verwirrungen und Enttäuschungen.

Naz Mayadağ Güneş
Spezialistin für Persönlichkeitsentwicklung

Wenn wir mit einer neuen Information konfrontiert werden, auf der wir in einer Quelle stoßen, der wir „vertrauen“, entsteht in uns eine Begier diese Quelle als richtig wahrzunehmen. Diese Begier führt dann dazu, dass wir die Information als wahr empfinden. Dabei hat der Begriff „Wahrheit“ für jeden Menschen eine andere Bedeutung und jeder Mensch hat einen anderen Weg, um glücklich zu sein. Deshalb sollten sie jede neue Information, die Sie erhalten, ihrer Denkweise und ihrem Lebensstil anpassen. Zudem sollten Sie hinterfragen, ob diese neuen Informationen mit Ihrem „Wahrheit-Wahrnehmungen“ übereinstimmen. Denn sonst können nämlich diese neuen Informationen aufgrund von mangelndem Verständnis zu Unklarheiten in Ihrem Leben führen.

  • Du musst immer glücklich sein.
    Dies ist die größte Fehlinformation der Persönlichkeitsentwicklung. Es ist unmöglich, dass ein Mensch ständig glücklich ist.Wir machen in unserem Leben auch Erfahrungen, die uns traurig machen, verletzen oder ärgern. Diese Erfahrungen sind alle eine Art Lehre für uns, durch die wir uns weiterentwickeln. Deshalb sind traurig sein, weinen, oder wütend sein überaus normale und notwendige Erfahrungen. Während man negative Gefühle empfindet, sollte man sich an folgende Tatsache erinnern: Man kann Trauer erleben, man sollte jedoch wissen, dass dieser Zustand nur ein vorübergehender Zustand ist. Ein sehr wichtiger Punkt hierbei ist, dass man während dieses Gefühls sich diesem Gefühl nicht ausliefern sollte. Sollte ein negativer Gefühlszustand lange andauern, bedeutet das, dass man sich diesem Gefühl ausgeliefert hat. Trauer oder Wut sind normale Zustände im Leben. Wenn Sie weinen möchten, können Sie das gerne tun. Nehmen Sie alle Ihre Gefühle wahr und seien Sie zu Frieden mit sich selbst. Konzentrieren Sie sich auf die Lehre, die Sie aus diesen Gefühlen entnehmen können.

  • Alles in deinem Leben wird korrekt laufen.
    Ein Großteil der Personen, die Fortbildungen für Persönlichkeitsentwicklungen besuchen, erwarten, dass sich ihr Leben auf außergewöhnliche Weise ändern wird. Diese Erwartung führt zu Enttäuschungen. Denn alles im Leben braucht seine Zeit. Genauso wie ein Kind nicht auf einmal aufwachsen kann und ein Baum nicht auf einmal Früchte tragen kann, kann sich auch das Leben eines Menschen nicht auf einmal ändern. Hierfür ist Ehrgeiz, Disziplin und ein gewisser Zeitraum notwendig. Wenn Sie das Wissen, dass Sie sich während diesen Fortbildungen aneignen, nicht in ihrem Leben umsetzen, können Sie auch keine Veränderung erwarten. Auch wenn Sie sich ein paar Tage lang glücklich fühlen, werden Sie nach kurzer Zeit, wenn Sie Ihre Denkweise und Ihre Angewohnheiten nicht ändern, wieder in Ihr altes Lebensmuster zurückfallen.

  • Denke nur an dich.
    Dies ist ein sehr gefährliches Denkmuster. Menschen mit diesem Denkmuster vereinsamen mit der Zeit und entfernen sich immer mehr vom bewussten Leben. Die richtige Version dieses Denkmusters sollte Folgendes sein: „Tue niemandem das an, was du für dich nicht erwünschst.“ Natürlich sollten wir uns selbst als Priorität in unserem Leben sehen. Diese Situation sollte jedoch kein Grund dafür sein, anderen Menschen zu schaden, sie zu verletzen oder sie respektlos zu behandeln. Wir sollten jeden so behüten, wie wir uns selbst behüten und sollten jedoch dabei unsere eigenen Rechte nicht vergessen. Dies ist ein Thema, das ein sehr feines Gleichgewicht erfordert.

  • Positive Affirmationen helfen immer.
    Damit wir positive Wirkungen von sogenannten „positiven Affirmationen“ erhalten, die auch als Neuprogrammierung des Unterbewusstseins bezeichnet werden könnten, müssen wir diese auch unsere Handlungen anpassen. Als Beispiel können wir einen Menschen betrachten, der jeden Tag die Affirmation „Ich werde viel Geld bekommen“ benutzt. Wenn dieser Mensch sich bei der Ausgabe von Geld stets unwohl fühlt, wird er mit dieser Affirmation keinen Erfolg erzielen, egal wie oft er sie wiederholt. Denn das Unterbewusstsein verfügt in diesem Fall über ein sogenanntes „Mangelbewusstsein“. Dieser Mensch glaubt in seinem Unterbewusstsein nicht daran, dass er viel Geld bekommen wird. Damit diese Affirmation tatsächlich wirkt, muss die Person die im Unterbewusstsein verankerten Glaubenssätze wahrnehmen und auch dementsprechend die alltäglichen Handlungen ändern. (Bei der Ausgabe von Geld kann beispielsweise folgende Affirmation verinnerlicht werden: „Das Geld, das ich ausgebe, wird mehrfach zu mir zurückkehren.“ Diese Person kann jeden Monat regelmäßig eine Spende tätigen. Sie kann sich selbst mit Visualisierungsübungen als eine sehr reiche Person vorstellen etc.)

  • Meditation kann nur mit geschlossen Augen in Sitzposition durchgeführt werden.
    Es gibt viele verschiedene Techniken für Meditation, welches ein tiefes und umfangreiches Thema ist. Es gibt die aktive Art von Meditation als Tanz, die Meditation, die während der Beobachtung der Natur durchgeführt wird oder beispielsweise auch die Art von Meditation bei welcher der Körper während der Ausübung von Asanas beobachtet wird und weitere hunderte Arten von Meditation. Sie sollten die für Sie am besten geeignete Art von Meditation, indem Sie verschiedene Arten ausprobieren, finden und somit eine Art Recherche durchführen.

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