Gleiche Religion, gleiches Buch und glauben an gleichen Propheten – Warum können Religionsgemeinden innerhalb der IGGÖ nicht an gemeinsame Projekte arbeiten?

In den letzten Jahren sind die fremdenfeindliche übergriffe, insbesondere gegenüber türkisch stämmiger Muslime, ziemlich gestiegen, Tendenz ist steigend! Insbesondere aber wurden die durch antimuslimische Gesetzeswurfe tatkräftig unterstützt. Dies verursacht unter der türkischen community ziemlich Unruhe, um gegen diese Tendenz wirksam ändern zu können, muss der Zusammenhalt großgeschrieben werden.

Seit 1980 dürfen türkischstämmige Muslime Moscheen in Form von Religionsgemeinden gründen. Sowohl bei der Gründung und auch während der Weiterführung dieser Einrichtungen arbeiten Menschen, meist Ehrenamtlich, Tag und Nacht. Währenddessen ist eine Ignoranz seitens der IGGÖ (Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich) zu sehen.

Wir würden sehr gerne über die Besorgnisse und die Unruhe stiftende Themen seitens der Muslime berichten, genauso wollten wir die lösungsorientierte Arbeiten der muslimischen Vereinen mit unseren Leser/innen teilen, jedoch wollte kein einziger Verein über diese Problematik sprechen und wir bekamen keine Rückmeldung.

Islamgesetz in Österreich wurde nicht von heute auf morgen Rechtskräftig. Während der Debatte und auch nach den Diskussionen im Parlament gab es seitens der IGGÖ wiederum keine Stellungnahme und auch keine Reaktion. Sie haben auch die Vereine im Stichgelassen und diese auch gegenüber dem Gesetzgeber unterstützt.

Nach dem neuen Islamgesetz fehlen jedoch in sehr vielen Moscheen geistliche Personal, auch darüber gibt es noch keine Lösung und auch keine Stellungnahme. Gleich in den ersten Tagen der neuen Regierung waren wieder die Muslime an der Zielscheibe, auch das Thema Kopftuchverbot wurde ignoriert.

Viele Fragen noch offen!,

Wie lange wollen Sie noch schweigen?, Wie lange noch werden die Probleme der Muslime ignoriert?

Wie lange noch wollen Sie die drei Affen spielen und nichts sehen, hören oder gar wissen?

Von 60 Moscheen der ATIB haben 49 kein geistliches Personal (Din Görevlisi). Bei den anderen Vereinen und Einrichtungen ist die Lage auch nicht anders. Seit dem neuen Islamgesetz (2015) sind 5 Jahren vergangen. Konnten sie bis Dato keinen einzigen Imam ausbilden?

Nach fünf Jahren, wollen wir sehr wohl wissen, was diesbezüglich unternommen wurde!

Die Moscheen wurden mit sehr viel Mühe gegründet, trotz all die Mühen seitens der Vereine fehlen noch immer qualifiziertes Personal – wie wird dieser Personalmangel überbrückt?

Während private Gespräche mit Islamische Religionsgemeinden werden die Fragen immer an die vorhergehende Leitung oder gar an die IGGÖ weitergeleitet.

Haben diese Gemeinden keine Vertreter bei der IGGÖ? Haben sie kein Sprachrecht? Sind die eigenen Interessen viel wichtiger?

Sehr viele Moscheen werden bereits wie ein Gewerbe betrieben. Sie konnten eigentlich sehr viele, für Muslime nützliche Arbeit leisten. Jedoch sind viele nur mit gastronomischen und geldbringenden Tätigkeiten wie Frühstück oder Kirmesorganisation konzentriert. Durch diese Geldgier verursachen sie sehr großen Verlust für die muslimische Gesellschaft.

Es werden kostenpflichtige Beerdigungshilfen, touristische Ausflüge, Messen, Märkte und auch Werbung für verschiedenste Kammer und Politiker durchgeführt. Dies führt zu einem massiven Einkommen innerhalb eines Religionsgemeinschaftes.

Warum werden diese Gelder nicht für Muslime nützliche Projekte investiert? Sehr viele muslimische Jugendliche haben hohen Bedarf an Ausbildung, Projekte gegen die Suchtproblematik, Bildung der Eltern etc. wären Beispielhafte Projekte, jedoch konnten wir diesbezüglich keine Unterstützung seitens der Religionsgemeinden aufzeichnen. Diese Gemeinden haben eine große Zahl an Mitgliedern. Welche, für die Mitglieder nützliche, Projekte wurden bisher entwickelt?

Hauptthema der Religionsgemeinden ist weiterhin die Kirmesorganisation!

Es gibt bereits große Drohungen gegenüber der Muslime in diesem Land aber ihr konzentriert euch weiterhin an Kirmes und Messeorganisationen und die Muslime werden nur dadurch verschaukelt.

Aktuelle Umfragen bestätigen die Sprachprobleme der Muslime, sehr viele können sehr gering Deutsch oder können die Sprache nicht aktiv anwenden. Sehr viele nutzen auch nicht die Staatliche Möglichkeiten an Sprachkursen. Es wäre doch für die Gesellschaft viel nützlicher, wenn sie in den Religionsgemeinden die deutsche Sprache aktiv praktizieren könnten. Können die Gemeinden die Menschen nicht in dieser Richtung unterstützen? Warum werden die Menschen bei der Integrationsproblematik unterstützt?

In erster Linie sollten doch diese Gemeinden sich zusammenhalten und für die junge Muslime und Musliminnen in Österreich kümmern. Es könnten sehr hilfreiche Projekte für die junge Menschen entwickelt werden. Das Thema Bildung sollte doch innerhalb dieser Gemeinden Hauptthema sein. Informationszufluss an Eltern sollte gestärkt werden. Genau diese Religionsgemeinden sollten doch die Stimme der Muslime in Österreich sein, aber von ihrer Seite aus kommt nur Ignoranz und stillschweigen! Wir können diese Stille nicht nachvollziehen.

Seitens der Integrationsfonds gibt es zahlreiche Umfragen und Statistiken über die Muslime und die Politiker nutzen die sehr wohl für Fremdenfeindliche Zwecke. Haben sie diese Statistiken überhaupt angesehen? Wissen Sie, dass die Muslime wieder einmal an der Zielscheibe sind? Liegt es überhaupt an ihrem Interesse, diese Statistiken zu lesen und darüber hinaus Lösungen zu entwickeln oder gar Stellungnahme zu schreiben?

Es werden angebliche Islamspezialisten zu verschiedensten Konferenzen eingeladen, die gezielt islamfeindliche Aussagen tätigen. Könnten sie nicht an diesen Konferenzen oder Veranstaltungen teilnehmen und wenigstens die muslimische Gesellschaft verteidigen? Aber anscheinend liegt es wieder mal nicht an ihrem Interesse oder sie werden nicht einmal darüber informiert.

Gibt es denn innerhalb der Religionsgemeinden keine gut gebildeten Spezialisten? Psychologen? Soziologen? Anwälte?

Können sie mit niemanden Lösungsorientiert kooperieren?

Sollte es diese Personen geben, warum werden die nicht der Gesellschaft vorgestellt?

Warum werden genau diese Gemeinden meist von Personen mit geringer Ausbildung geleitet? Warum werden an gut gebildete Personen keine Chance gegeben?

Wir sagen ihnen den tatsächlichen Grund! Es gibt sehr wohl gut gebildete, Sachkundige und lösungsorientierte Personen. Jedoch treten sie nicht hervor, weil es innerhalb der Gemeinden eine sogenannte „Sesselpicker“ Leitung herrscht. Denen wird nicht einmal die Möglichkeit gegeben.

Wenn sogar wir als Medien diese Problematik mitbekommen, ist es unmöglich, dass die Leitung der Religionsgemeinden es nicht wissen können. Aber die Gemeinden brauchen noch mehr unbestreitbare Personen um sich herum. Nur dadurch können sie ihre Leitung weiterführen. Dies ist auch bei der Wahl der Vertreter für jeweilige Bundesländer ersichtlich. Es werden nur die Ausgewählt die einerseits finanziell stark sind oder für ihren Status als Leitung keine Gefahr darstellen.

Sind Sie eigentlich religiöse Gemeinden oder eher eine Wirtschaftsunion?

Heutzutage ist Zusammenhalt ein großes Thema unter Muslime und Musliminnen, aber leider herrscht unter verschiedene Religionsgemeinden eine Art Konkurrenz.

Wir glauben doch alle an einen Propheten und an Koran

Was hindert die Religionsgemeinden für einen Zusammenhalt?

Warum können die Religionsgemeinden nicht zusammenhalten und gemeinsam an einer Lösung arbeiten?

Wir konnten unter Gemeinden und deren Mitgliedern eine starke Differenzierung aufzeichnen. Sehr oft kaufen Mitglieder eines Vereins nicht einmal bei einem anderen Vereinsmitglied ein. Die muss nicht auch seitens der Medien offenkundig gemacht werden, dies wissen die Leitungen der Gemeinden genauso.

Wir sind doch sehr vielfältige Gesellschaft, verschiedene Meinungen sind doch eine Bereicherung für uns. Aber es werden weiterhin unsichtbare Wände zwischen Menschen aufgebaut und diese Differenzierung innerhalb einer Gesellschaft stellt sehr wohl eine Gefahr für die allgemeine Bevölkerung dar. Ihr als Institution seid für den Zusammenhalt zuständig aber zieht immer wieder die Ignoranz Karte.

Warum wird diese Problematik weiterhin durch stillschweigen unterstützt?

Aufgrund der Konkurrenz innerhalb der Gemeinden und die Machtgier an jeweilige Gemeinde werden die eigentlichen Aufgaben vernachlässigt oder gar vergessen.

Milli Görüs verbietet die Verteilung der regionalen Zeitschriften an ihren Moscheen. Warum werden diese objektiven Medien verboten und Informationsfluss der Menschen gehindert?

ATIB lässt nur gleichsinnige Medien zu, kritische jedoch lösungsorientierte Zeitungen werden von heute auf morgen von allen Moscheen weggeräumt.

Die Reaktion ist unseres achtens am Kindischeniveau. Durch Machtgier und Machtrausch werden wiederum objektive Zeitungen verhindert.

Wir können nur hoffen, dass er nach dieser Ausgabe seitens Atib auch eine Selbstkritik stattfindet und anstatt sich mit einfachen und kindischen Themen zu beschäftigen, sich eher für die muslimische Gesellschaft einsetzen.

“ Große Denker diskutieren Ideen, mittelmäßige Denker diskutieren Ereignisse, kleinster diskutieren über andere Menschen”

Eleanor Roosevelt

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