Bildung

Digitale Bildung Und Eltern

Wie wir wissen begann das Corona-Virus in der Stadt Wuhan in China und die ganze Welt steht seit den ersten Monaten des Jahres unter seinem Einfluss.

Unter den stark betroffenen Sektoren in dieser Phase, war auch leider der Bildungssektor dabei. In vielen Ländern wurde der Präsenzunterricht unterbrochen und die Bildung wurde in ein digitales Umfeld verlagert. Durch die Veränderungen, die mit sich brachte, waren die Eltern gleichermaßen wie die SchülerInnen betroffen. Der größte Einfluss, der uns Sorgen machte, war, die Risiken der Unterbrechung der Bildung und die Bedenken um die Zukunft unserer Kinder. Die Tatsache, dass unsere Kinder während der Fernunterrichtphase zu Hause waren und wir das Zeitmanagement geplant haben, hat uns allzu sehr in dieses System miteinbezogen. Während der Bildungsphase wurde unsere Rolle immer wichtiger und wir waren dadurch natürlich besorgt, da wir alle mit der Bewältigung so einer Situation nie konfrontiert waren.

Auch, wenn die Sommerferien für uns eine Verschnaufpause waren, beginnt die Bildungsphase in den nächsten Tagen wieder. Wir verfügen über keine klaren Informationen, ob der Fernunterricht im neuen Schuljahr fortgesetzt wird, es gibt aber Hinweise dafür, dass wir für alle Fälle vorbereitet sein müssen. Im Falle der neuerlichen Einführung einer Fernunterrichtphase, möchte ich Ihnen einige Empfehlungen weitergeben.

Die Sorgen, hinsichtlich des Zeitmanagements und unserer aktiven Beteiligung in der Bildungsphase sind solange in einem normalen Ausmaß, solange wir es unseren Kindern nicht viel davon spüren lassen. Wenn die Sorgen das normale Ausmaß überschreiten, so wird es in der Kommunikation innerhalb der Familie, der angebotenen Unterstützung und Lernmotivation an unseren Kindern zu negativen Auswirkungen führen. Aus diesem Grund ist das Folgen von zuständigen Stellen & Behörden für bewusstes Handeln ratsam, um die Sorgen von uns und unseren Kindern zu einem normalen Ausmaß zu reduzieren. Als Elternteil, der die Schwierigkeiten dieser Phase erlebt hat und besonders die in Folge einer Familienzusammenführung nach Europa gekommen ist und aufgrund der beruflichen Tätigkeit des Ehepartners/der Ehepartnerin ein Elternteil meistens in dieser Phase noch härter damit konfrontiert war und die Sprache des Landes, in dem sie leben, im akademischen Niveau nicht beherrschen, weiß ich genau, wie schwierig das Ganze ist. Ebenso waren unsere Kinder, die sich der digitalen Bildung anzupassen versuchten und ohne ihre KlassenkameradInnen zusammen zu sein, von dieser Phase psychisch betroffen. Die Kinder konnten sich nicht austoben und blieben vom sozialen Leben fern.

In dieser Phase müssen wir für das Lernen offen sein, um die notwendigen Informationen und Fähigkeiten uns aktiv anzueignen. Wir müssen unsere Kinder von der Realität abweichenden Informationen, Benachrichtigungen, Aufnahmen und Nachrichten fernhalten, die ihnen Angst machen können. Besonders mit unseren älteren Kindern sollten wir ständig kommunizieren und Informationen, die sie falsch wissen, korrigieren. Wir müssen mit bestimmten Aktivitäten die sozialen Bedürfnisse unserer Kinder erfüllen und in der Wohnung für eine angenehme Atmosphäre sorgen. Wir sollten die möglichen akademischen, psychologischen und sozialen Probleme in dieser Phase beobachten und mit ihren LehrerInnen darüber besprechen und die Kommunikation so gut es geht mit den LehrerInnen aufrechterhalten. 

Nicht zu vergessen ist, dass sich unser Gehirn im Laufe des Lebens ständig verändert und entwickelt. Zur positiven Entwicklung gelangt man mit dem Lernen. Während wir unsere Kinder unterstützen, können wir von unserer Schulzeit erworbenen Kenntnisse wieder in Erinnerung rufen oder neues dazu lernen. Diese herausfordernde Phase können wir auch dadurch für uns in eine positive Richtung lenken und für unser Gehirn etwas Gutes tun. Wie es so schön heißt, man ist nie zu alt, um etwas Neues zu lernen.

Eda Akay Karagöz

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