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Covid19 zerstört auch die Gehirnstruktur…

Mit der Wirkung des Zytokinsturms, der durch den Covid-19-Virus verursacht wird, erhöht sich die Zellstörung und die Blutgerinnung. Da sich in jedem Organ Adern befinden, können in jedem Bereich, in dem der Virus sich bewegt, Schäden entstehen. Ein großer Teil des Blutes im Kreislauf fließt in das Gehirn, weshalb bei Patienten, die eine Covid-19-Infektion hinter sich haben, Lähmungen und ‘’Benebelungen im Gehirn’’ beobachtet wurden. Laut den Ergebnissen einer Studie, die insgesamt in 56 Ländern bei 3762 Patienten in Amerika, England und Europa durchgeführt wurde, zerstört der Covid-19-Virus die Gehirnstruktur, die zu Beginn der Infektion vorliegt.

Aufgrund der Tatsache, dass der Covid-19-Virus eine systemische Krankheit ist, können in jedem Bereich, in dem Blut gerinnt, Schäden beobachtet werden. Wenn die Blutgerinnung aufgrund eines Zytokinsturms in den Nieren stattfindet kann ein Nierenversagen, bei der Leber ein Leberversagen auftreten und in den Bereichen des Herzmuskels oder der Herzadern können aus dem gleichen Grund auch entsprechende Schäden auftreten. Außerdem führt die Blutgerinnung, die aufgrund von Störungen in den Adern entsteht dazu, dass Verstopfungen, die bis du diesem Zeitpunkt nicht von Bedeutung wären, aktiviert werden und somit die Entwicklung der Krankheit sich beschleunigen.

Der Virus erhöht das Risiko auf Embolien…
Da der Covid-19-Virus Blutgerinnungen erhöht, kann er zu Gehirnlähmungen führen. Die Herzrhythmusstörung in der rechten Herzklappe führt zu Gerinnungen, welche in die Halsschlagader fließen und danach im Gehirn ankommen und somit zur Verstopfung im Gehirn führen. Da kein Blutkreislauf mehr in diesem Bereich stattfinden kann, stirbt der Bereich ab und verliert seine Funktion. Falls diese Störung in der dominanten Gehirnhälfte auftritt, wird die Sprachfunktion beeinträchtigt, falls die Störung im hinteren Bereich des Gehirns auftritt, wird die Sehfunktion beeinträchtigt und im Falle dieser Störung im Hirnstamm entsteht Doppeltsehen. Das plötzliche Auftreten dieser Störung wird als „Hirnlähmung“ bezeichnet. Bei chronischen Krankheiten oder bei Personen, bei welchen normalerweise kein Risiko auf Blutgerinnung besteht, erhöht der Covid-19-Virus das Risiko auf Blutgerinnungen.

Die Tendenz zur Blutgerinnung wird mithilfe eines Bluttests festgestellt…
Mit den Parametern, die im Blut untersucht werden, kann das Verbleiben der Blutgerinnung ermittelt werden. Der als ‘D-Dimer-Wert’ bezeichnete Wert im Blut, der im Falle eines Blutgerinnsels entsteht, ist eine wichtige Informationsbasis. Wenn der ‘D-Dimer-Wert’ eine bestimmte Höhe aufweist, werden auf jeden Fall Blutverdünner verwendet. Wenn dieses Medikament bereits schon als Vorsorgemedikament eingenommen wird, muss es im Fall einer Covid-19-Infektion in höheren Mengen verabreicht werden.

Gehirnunschärfe“
Die Ergebnisse einer Studie, die unter 3762 Covid-19-Patienten aus insgesamt 56 Ländern in Amerika, England und Europa durchgeführt wurde, wurden in einer 44 Seiten umfassende Arbeit veröffentlicht. Die Arbeit wurde zwar ohne Genehmigung des Ausschusses veröffentlich, beinhaltet jedoch interessante Aspekte. Ein 70-jähriger Erkrankter beispielsweise, der zu Beginn der Infektion lediglich „leicht vergesslich“ war, kann nach einer schweren Covid-19-Erkrakung als „dement“ bezeichnet werden. Kurz gesagt wurde die beschleunigende Wirkung des Covid-19-Virus bemerkt. Der zweite wichtige Punkt an dieser Stelle: die Hirnreserven. Ein 20-jähriger Covid-19-Erkrankter verfügt beispielsweise über eine hohe Anzahl an Gehirnzellen, seine Adern sind gesund und das Risiko auf Gehirnunschärfe ist bei dieser Person sehr gering, insbesondere wenn dieser Patient zusätzlich auch Sport macht. Er kann allerdings ein paar Funktionen verlieren, die er vor der Infektion jedoch verfügte. Dieser Zustand kann vorübergehend sein. Laut Angaben der Studie verging die Gehirnunschärfe bei einem Drittel der Erkrankten sofort, bei einem Drittel der Erkrankten in 2-3 Monaten und beim letzten Drittel der Erkrankten in 6-12 Monaten. Das bedeutet, dass dieser Zustand auch dauerhaft sein kann. Während diese Befunde normalerweise bei Erwachsenen nach schweren Grippen und Erkältungen beobachtet werden, wurde festgestellt, dass diese Befunde nach einer Covid-19-Infektion länger und vielfältiger sind.

Die Beschwerden sind wie folgt:
Veränderungen beim Sprachgebrauch, das Vergessen der zweiten Sprache, Schwierigkeiten beim Verstehen des Gegenüberstehenden, emotionale Störungen und Instabilität, Tinnitus, Druck, lebendige Träume, die Entwicklung von Schlafapnoe, Albträume, Schwierigkeiten beim Einschlafen, Schlaflosigkeit, Geschmacksstörungen, Nasenausfluss, trockene Augen, Veränderung der Stimme, Druck und Schmerz am Auge, Ohrenschmerzen, Schwindel, Probleme beim Schlucken, Empfindlichkeit gegenüber Licht, lange und kurze Gedächtnisstörung, das Vergessen von regelmäßig durchgeführten Tätigkeiten, Schwierigkeiten bei der Bildung von neuen Erinnerungen, Kopfschmerzen, das Wahrnehmen von nicht bestehenden Gerüchen…

Mit einfachen Worten ausgedrückt:
Da der Covid-19-Virus die Kontrollmechanismen der Gehirnzellen zerstört, werden die „alten Informationen“ im Gedächtnis aktiviert. Das in diesem Fall auftretende ‘’Phantom-Traum’’-Syndrom ist ein interessanter Punkt. Eine Person, die keinen Arm hat, kann in diesem Zustand dennoch Schmerzen an dieser Stelle empfinden. In solch einem Fall ist dies ein Ergebnis der Gehirnfunktion. Das Gehirn arbeitet mit bereits vorhandenen Strukturen. Es führt nicht immer die gleiche Tätigkeit aus. Es verarbeitet bereits vorliegende Informationen, Verbindungen und Netzwerke.

Prof. Dr. Nilüfer Yeşilot
Fakultät für Medizin an der Universität Istanbul
Akademikerin im Fachbereich Neurobiologie

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