Thomas: Die Sprache ist oft die größte Barriere, die zwischen Bank und Menschen mit Migrationshintergrund steht.

Brücke: Gibt es zunächst einmal spezielle Maßnahmen, die die Erste Bank für die österreichischen Migrantengruppierungen vornimmt? Könnten Sie uns von den Bankgeschäften, die die MigrantInnen betreffen, berichten?

Schaufler: Die Sprache ist oft die größte Barriere, die zwischen Bank und Menschen mit Migrationshintergrund steht. Viele Kundinnen und Kunden sprechen und verstehen zwar ganz gut Deutsch, wenn es aber um spezielle Finanzthemen geht ist eine Übersetzung in die Muttersprache oft sehr hilfreich. Wir haben auch viele Betreuer die zweisprachig aufgewachsen sind die eben gezielt einzelne Begriffe übersetzen oder ganze Beratungsgespräche direkt in der jeweiligen Sprache durchführen. Außerdem gibt es viele Kunden- und Produktinformationen in den unterschiedlichsten Sprachen.

Brücke: Orientieren sich die Beratungsdienstleistungen in den österreichweiten Filialen der Erste Bank nach dem Migrantenprofil der Bundesländer?

Schaufler: Die Erste Bank ist in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland aktiv. Den größten Anteil an Personen mit Migrationshintergrund findet man in und um Wien. Daher sind unsere Betreuer auch hier sehr stark eingesetzt. Leider ist es nicht möglich in jeder Filiale jede Fremdsprache anzubieten, was unserer Erfahrung nach auch gar nicht notwendig ist. Speziell unter Kunden mit Migrationshintergrund spielt die Weiterempfehlung eine sehr große Rolle. Oft ist es so, dass diese Kunden gerne einen etwas längeren Weg auf sich nehmen, um die Empfehlung ihrer Freunde und Bekannten wahr zu nehmen.

Im Burgenland haben wir außerdem viele Kollegen, die zwei- oder dreisprachig aufgewachsen sind und somit ungarisch und/oder kroatisch sprechen.

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