Die seit 48 Jahren bestehende Institution ist dem Volk nahezu unbekannt und die Institution strebt keinen weiteren Bekanntheitsgrad an.

Die seit 48 Jahren bestehende Institution ist dem Volk nahezu unbekannt

und die Institution strebt keinen weiteren Bekanntheitsgrad an.

Die im Jahr 1971 gegründete IGGÖ betreut seit 48 Jahren die muslimische Bevölkerung in Österreich. Trotz der etablierten Vergangenheit steht die Institution der Zielgruppe nicht nahe genug und ist nicht an weiterer Anerkennung durch die muslimische Bevölkerung interessiert.

Im vergangenen Monat haben wir die Interviewfragen dem Präsidenten der IGGÖ Ümit Vural zukommen lassen, welche jedoch schlicht und einfach durch ein “Nein“ abgelehnt wurden.

Trotz der geringen Aktivität und Unbekanntheit isoliert sich die IGGÖ durch die Ablehnung der Presseanforderungen weitgehend vom Volk. Die Präferenzen bzw. Gründe, der Presse fernzubleiben sind bis dato unbekannt.

Bemerkenswert ist, dass die Webseite der Institution lediglich auf deutscher Sprache gehalten wird, obwohl es etwa 800.000 zu betreuende Muslime österreichweit gibt. In diesem Fall scheint eine mehrsprachige Webseite angemessener, denn die Mehrheit der in Österreich wohnhaften Muslime beherrschen die deutsche Sprache nur ungenügend daher ist eine Informationsquelle auf eigener Muttersprache meist entscheidend.

Bei genauerer Analyse der Webseite bemerkten wir, dass auch wenig über die Mitglieder der IGGÖ zu erfahren ist. Was genau macht die IGGÖ und welche Leistungen bietet die Institution an?

In der Struktur einer so bedeutenden Institution ist das Vorhandensein von Islamischen Experten, Soziologen und Philosophen unerlässlich, denn den Glauben in nur einen Aspekt des Verständnisses einzuordnen und die Massen in dieser Hinsicht zu verwalten ist ziemlich unvollständig.

Vor der Wahl des Präsidenten Ümit Vural, war dieser mehr als 10 Jahre als Delegierter im Rahmen des IGGÖ tätig, dies bedeutet dass er der Institution nicht absolut fremd ist. Haben sich diese Personen vor der Wahl vorgestellt und Ideen eingebracht, die für die Bevölkerung und die Institution von Nutzen sein könnten? Im Falle solcher Wahlpräsentationen sollten die Presse und die Öffentlichkeit informiert werden. Wenn jedoch keine Präsentationen vor der Wahl gehalten werden ist die Lage verzweifelter, denn nach welchen Kriterien wird gewählt bei mangelnden Informationen zu den Wahlkandidaten und den Wahlversprechen?

Es ist ein Rätsel ob die etwa 120 Delegierten der Institution für ihre Arbeit ein monatliches Einkommen erhalten oder nicht. Natürlich sollte jeder für die geleistete Arbeit entlohnt werden aber im Gegenzug müssen die Pflichten erfüllt werden.

Welchen finanziellen Mitteln bedient sich eine so große Einrichtung wie die IGGÖ? Wie hoch ist das jährlich zur Verfügung stehende Budget und für welche Zwecke wird das Budget genutzt?

So zum Beispiel gab es eine große Versammlung am 2.03.2019 in einem sehr großen und luxuriösen Hotel. Laut unserer Information ist allein die Halle für 800 Personen geeignet und dementsprechend kann man von hohen Kosten ausgehen. Das heilige Buch der vertretenen Religion, der Koran sagt aus;

“Gib dem auf der Straße und dem in Armut dein Recht. Verschwende dein Eigentum nicht, denn Verschwender sind Brüder des Teufels. Der Teufel ist seinem Herren undankbar.“ (Isa Surah, Verse 26-27)

“Die wahren Gläubigen verschwenden und vermindern nicht. Die Ausgaben sind de Durchschnitt dieser beiden.“ (Furkan Surah, 67. Vers)

Wussten Sie, dass der extreme Luxus der Grundphilosophie des vertretenen Glauben widerspricht?

Die Lokalpresse wurde nicht einmal über die Einladung informiert und die an einer Partizipation interessierte Presse wurde daran gehindert. Die Begründung lehnt sich an eine vorherige Registrierung an. Jedoch ist die vorherige Ankündigung einer solchen Veranstaltung gerade die Aufgabe der Institution? Für uns stellt sich die Frage ob eine Sanktion für die Nichterfüllung der Arbeit an die zuständige Abteilung erteilt wird.

Im Rahmen der IGGÖ sind knapp 120 Delegierte tätig. Es besteht keine Information darüber von welchen Moscheen, Vereinen oder Institutionen diese Delegierten entsandt werden. Welche Befugnisse und Zuständigkeiten haben diese Delegierten?

Man wünscht sich, dass die Delegierten Regelmäßig durch Bildungsseminare fortgebildet und informiert werden, in vielen Themenbereichen bereits ausgestattet sind und in der Öffentlichkeit führend und Vorbild sind. Wird diese Art von Aus- und Fortbildung durchgeführt?

Wie viele Schüler den Islamunterricht an der Schule besuchen und wie viel Prozent von den etwa 180.000 muslimischen Jugendlichen freiwilligen Islamunterricht in Anspruch nehmen ist uns nicht bekannt. Leider werden Statistiken zu diesen Themen sowie soziologische Lösungen und Strategien seitens der Institution außer Acht gelassen. Wie viele Islamlehrer und wie viele Imame werden österreichweit beschäftigt?

Inwieweit unterliegen die Lehrpläne der Religionslehrer einer Kontrolle? Jede Moschee, jeder Verein, Lehrer oder Imam ist in der Lage einen frei gewählten Inhalt weiter zu kommunizieren. Wir stellen fest, dass einige Diskurse und auch Praktiken der Grundphilosophie des Islams und auch dem Verständnis von Gerechtigkeit zuwiderlaufen. Falls die IGGÖ dieser Probleme bewusst ist, erwarten wir Maßnahmen, die zu einer Lösung greifen.

Wer ist für die Kontrolle der Moscheen, Vereine, Lehrer sowie Imame, welche mit der IGGÖ in Verbindung stehen zuständig? Da die Institution die gesamte islamische Bevölkerung in Österreich vertritt, sind wir der Meinung, dass die Kontrollen unter Ihrer Verantwortung stehen sollte. Bedauerlicherweise erfahren wir von Moscheen, Gemeinden oder Geistlichen, die einen radikal- diskriminierenden Islam unterstützen lediglich von der österreichischen Presse oder von Staatsbeamten. Obwohl die IGGÖ eine Institution ist, welche die Kinder, Jugendlichen und die Gesellschaft in geeigneter Weise lehren und vor radikalen und gefährlichen Ideen schützen kann ist sie bedauerlicherweise nicht aktiv.

Der ÖIF wirft regelmäßig Fragen in Bezug auf die Integration auf, gemeinsam mit Experten wird über die Identität und kulturelle Integration, Herausforderungen des Zusammenlebens und die Probleme muslimischer Flüchtlinge und Frauen mit Migrationshintergrund sowie die friedliche Integration diskutiert. Aus welchem Grund nimmt die IGGÖ an solchen Veranstaltungen nicht teil? Als Vertreter der muslimischen Bevölkerung in Österreich wäre eine parallele Zusammenarbeit zum ÖIF zum einen angebracht zum anderen bringt diese Handlungsweise gesündere Folgen mit sich. Die muslimische Bevölkerung erwartet von der Institution eine Handlungsweise, in der Probleme annehmbarer und lösungsorientierter sind. Kommt es Ihnen nicht falsch vor, dass zwei Institutionen, der ÖIF und die IGGÖ, welche speziell in Bereichen der Migration tätig sind so unabhängig voneinander arbeiten bzw. haben Sie schon einmal eine Zusammenarbeit angeboten?

Das Bildungsministerium über die Angabe der IGGÖ als Religion in Zeugnissen;

Die neue Regelung, auf welche Sie sich beziehen lehnt sich an eine Entscheidung des Präsidiums für Religionsangelegenheiten, da den geltenden Gesetzen nach der Begriff “Islam“ ohne jeglichen Zusatz unzureichend erscheint und der Name “Islam“ lediglich die allgemeine Bezeichnung der Religion darstellt, ohne die Konfessionen zu ergreifen. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung entschied sich für eine Umsetzung der Regelung am ende des Ersten Semesters aus Zwecken der Organisation.

Bevor das entsprechende Gesetz erlassen wurde war der Herr Ümit Vural als Rechtsanwalt in den Prozess involviert. Was bedeutet es, dass nur der Ausdruck “Islam“ nicht ausreicht? Welche Gegenentwurf brachte die IGGÖ in Bezug auf die Idee der genauen Beschreibung der Konfessionen? Brauchen Muslime weitere Bezeichnungen außer dem Islam um sich zu identifizieren? Warum wird dieses Thema nicht angesprochen und diskutiert, wenn die muslimische Bevölkerung eine genauere Bezeichnung nicht braucht?

Seit Jahren sehen wir eine Institution, die sich von der Öffentlichkeit isoliert, von welcher man nur von Wahl zu Wahl hört und sozusagen mit der weißen Weste ihre Existenz fortlaufen lässt.

Unsere Vorschläge an die IGGÖ

• Die umgehend mehrsprachige Einrichtung der Webseite der Institution führt zu mehr Erreichbarkeit und Verständnis seitens der Bevölkerung

• Mehr Transparenz wie z.B die Bekanntgabe der Delegierten und der Wahlkandidaten, der Vorhaben sowie der Berichte wird die Institution von Kritik und unwahren Äußerungen fern halten.

• Zu den Moscheen und Vereinen, welche in Verbindung mit der Institution stehen sollten die Beziehungen stets gut gehalten sowie Aktivitäten insbesondere für Jugendliche eingeplant werden.

• Eine Kontrolle der Leistungen der Institutionen im Rahmen der IGGÖ verhindert die Ausbreitung radikaler Gedanken.

• Die Institution muss Projekte für die Zielgruppe erstellen und diese Umsetzen. Die Zusammenarbeit mit österreichischen Institutionen erachten wir als besonders wichtig.

• Sämtliche Institutionen die im Rahmen der IGGÖ tätig sind sollten Banner und Broschüren zur Vorstellung der IGGÖ bereitstellen.

• Mit dem Ziel der besseren Bekanntmachung des Islams sind Treffen mit Politikern, Gesellschaftsorganisationen sowie Akademikern in jedem Bundesland von großer Bedeutung.

• Zu besonderen Anlässen wie dem Bayram, Ashura und Kandil sollte die Einrichtung spezielle Veranstaltungen einplanen.

• Nicht die Presse Sie, sondern Sie müssen die Presse benachrichtigen! Um die Zielgruppe der Institution zu erreichen muss Ihr Pressevertreter aktiver sein, denn die Medien sind ein wichtiger Faktor!

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